1 Rathaus
Im 9. Jahrhundert als eine slawische Ringwallanlage erbaut.
774 schenkte Kaiser Otto II. die Burg und den Zwenkauer Forst (Ersterwähnung) dem Bistum Merseburg.
Nach 1200 war es Vogtei und Zentrum des bischöflichen Amtes Zwenkau.
1236 erfolgte der Umbau zu einem befestigten Schloss, später Ausbau zur bischöflichen Neben- Residenz.
1544 als Dreiflügelanlage neu errichtet, dargestellt auf Stadtriss des Balthasar Zimmermann von 1620 und
von 1562 bis 1837 Kammergut der sächsischen Krone und dann Sitz eines Justitiars.
Während des Dreißigjährigen Krieges und beim Stadtbrand 1712 zerstört,
später königlich-sächsisches Gerichtsamt und ab 1875 Amtsgericht der Amtshauptmannschaft Leipzig.
Noch im 19. Jahrhundert hatten auch Rittergüter das Privileg der Rechtsprechung inne. Ab 1840 gab es auf dem Rittergut Eythra mit den „Angerschen Gerichten zu Eythra und Mausitz“ eine offene Gerichtsstube. Anger gab dieses Privileg an den Staat, d.h. an das königliche Gericht in Zwenkau ab.
Von 1900 bis 1904 und nach 1990 bis 2005 umfangreiche Umbauten, u.a. 1902/03 Bau eines neuen Arresthauses und 1904 Neubau von Nordflügel und Torhaus. Der alte Amtskeller wurde nach 1990 freigelegt.
Seit 1951 ist der Gebäudekomplex Sitz der Stadtverwaltung Zwenkau.